Jugend und Sucht. Ein schwieriges Thema. Ich bin selbst eine betroffene Mutter, 37, eines 15 jährigen Sohnes. Die Sucht meines Sohnes, meine Verzweiflung und das ständige auf und ab, führte zu eine Mitbetroffenheit. (Von Fachleuten Coabhängigkeit genannt)

Ich musste tief fallen um einzusehen, dass man als Mutter das Recht und die Pflicht hat, sich auch um sich selbst zu kümmern. In meinem Fall ist es eine Depression, die ich aufgrund der andauernden Belastung entwickelt habe. Diese brauchte und brauche ich um an meine letzten Grenzen zu kommen. Der Körper wußte sich nicht anders zu helfen. Ohne die Depression wäre es Jahre so weitergegangen.

Die Suche nach einer Selbsthilfegruppe für betroffene Eltern blieb erfolglos in unserer Umgebung. Ich wollte keine eigene gründen, weil ich mir nicht noch mehr Verantwortung zumuten wollte. Das ist meine Motivation diesen Blog zu schreiben . Das Schreiben hilft mir sehr, meine Gedanken zu ordnen.

Ich kann meinen Sohn nicht retten, aber mich!!! Ich bin momentan dabei mein Leben neu zu ordnen. Was nicht so einfach ist, denn eine Verhaltensänderung erfordert Willenstärke. Natürlich gibt es auch Rückfälle. Es ist ein langer Prozess. Aber wie sagt man so schön? Sie war stets bemüht 🙂 Immer wieder.

Vielleicht erkennt sich der eine oder andere in den Texten wieder. Über einen Austausch würde ich mich freuen. Schreibt mir einfach einen Kommentar oder eine E-Mail! Zusammen ist man stärker als allein!!!